Black Lives Matter – Schwarze Leben zählen

24. Juni 2020

So hieß der Aktionstag am 6. Juni 2020, an dem auch in Mannheim eine große Silent Demo (Stille Demo) im Schlosshof der Uni Mannheim mit über 5.000 Teilnehmerinnen und Teilnehmern stattfand.

Zum Gedenken an den Afroamerikaner George Floyd, der von US-Polizisten getötet wurde, strömten vorwiegend junge Menschen in Massen, gemeinsam in Gruppen zum Schlosshof. Ein tolles und beeindruckendes Bild, junger schwarzer und weißer Menschen, die hier aufgewachsen sind und sich gemeinsam gegen Alltagsrassismus und Bedrohungen zur Wehr setzen. Dieser Tag hat allen viel Mut gemacht und ein deutliches Signal gesetzt, Stoppt den Rassismus! Gemeinsam für eine Leben in Vielfalt!

Viele selbstgemalte Schilder wurden mitgebracht und hochgehalten. So „Black Lives Matter!“, „Stop Racism!“, „Enough ist Enough!“. Organisiert wurde dies von zwei jungen Frauen, Ifrah und Sima, die zu Beginn alle Teilnehmer aufforderten:

“Leute! Geht runter auf die Knie! Wir wollen niemand stehen sehen. Und Arm hoch!

8 Minuten und 46 Sekunden!“

Ein beeindruckendes Bild, eine absolute Stille und das Empfinden, wie lange 8 Min. und 46 Sec dauern, in denen Georg Floyd von einem Polizisten umgebracht wurde. Das Aufstehen fiel sicher nicht jedem leicht. Nun gab es zahlreiche Rede- und Musikbeiträge von Menschen, die Alltagsrassismus erlebten. Gefordert wurde mehr Zivilcourage gegen den Alltagsrassismus und der Stacheldraht des Rassismus müssen niedergerissen werden. Die Mannheimer Bundestagsabgeordnete der LINKEN, Gökay Akbulut, sprach über die rassistisch motivierten Morde von Hanau, die sie besonders betroffen gemacht haben. Sie machte in erster Linie die Politik der AFD dafür verantwortlich. Dagegen müssen wir auch weiter gemeinsam auf die Straße gehen, forderte die Bundestagsabgeordnete.

Insgesamt machte diese Kundgebung viel Mut im Kampf gegen Rassismus.

Ob schwarz oder weiß, wir sind Deutsche und hier aufgewachsen. Wir lassen uns nicht spalten. Gemeinsam treten wir für unsere Rechte ein, für ein Leben in Würde, dies war immer wieder zu hören.

Eine bewegende Kundgebung der Stille, an der auch etliche Mitglieder unserer VVN-BdA teilnahmen und bei der auch die VVN-Fahne im Schlosshof wehte.

Fritz Reidenbach, VVN-BdA Mannheim

Tag der Befreiung: Livestream am 8. Mai 2020

29. April 2020

Unsere geplante Veranstaltung mit den Naturfreunden, der Antifa-Jugend vom OAT Mannheim und der VVN Mannheim und Heidelberg, sowie mit Unterstützung der IG Metall, kann leider nicht wie geplant stattfinden, wie so viele Veranstaltungen, die wegen der Corona-Pandemie abgesagt werden mussten.

Aber wir werden am Freitag, dem 8. Mai ab 19 Uhr im Live-Stream bei Kommunalinfo Mannheim den Tag der Befreiung inhaltlich mit Musik, Videos und Kurztexten begehen und laut und deutlich fordern, den 8. Mai zu einem gesetzlichen Feiertag zu machen. Esther Bejarano, die KZ Überlebende Antifaschistin und Kommunistin aus Hamburg hat eine Online Petition gestartet, damit der 8. Mai zum Feiertag erklärt wird. Mittlerweise sind etwa 55.000 Unterstützer dafür. Unterschreibt alle diese Petition, wenn ihr dies noch nicht getan habt. Die Petition findet ihr unter www.vvn-bda.de

Livestream am Freitag 8. Mai 2020
mit Filmen, Musik, Lesung, Interview und Grußworten
um 19 Uhr auf der Facebook-Seite des Kommunalinfo Mannheim und bei Youtube.

Infotisch beim Neujahrsempfang

6. April 2020

Infotisch beim Neujahrsempfang der Stadt Mannheim im Rosengarten am 6.1.2020

Redebeitrag bei Kundgebung gegen AfD Veranstaltung am 26. Februar 2020 in Mannheim-Feudenheim

27. Februar 2020

Redebeitrag von Fritz Reidenbach für die VVN-BdA Mannheim bei der Kundgebung gegen den „Politischen Aschermittwoch“ der AfD am 26. Februar 2020 in der Kulturhalle Mannheim-Feudenheim und der Mahnwache für die Opfer des Anschlags von Hanau

Wieder einmal müssen wir ein neofaschistisches Verbrechen beklagen. Die Morde an unschuldigen Mitmenschen in Hanau vergangenen Mittwoch haben uns alle geschockt. Wir sind tief bestürzt.

Wir gedenken dieser Opfer, wir stehen an der Seite ihrer Angehörigen und Freunde und stehen an er Seite der Verletzten.

Die Motive des Hanauer Täters sind eindeutig rassistisch und fremdenfeindlich. Seine extrem rechte Gesinnung brachte er in einem Video in „You Tube“ zum Ausdruck.

Viele der Opfer und der Verletzten sind deutsche Staatsbürger, sie sind hier geboren und aufgewachsen, Nachkommen von Migranten, die seit Jahrzehnten in Hanau leben.

Der rechtsterroristische Anschlag richtet sich auch gegen uns, gegen unsere Vielfalt und unsere demokratische Gemeinschaft.

Wir erleben derzeit, wie sich das politische Klima des Hasses und der Gewaltbereitschaft in unserem Land verstärkt. Dies beobachten wir in sozialen Netzwerken, in bestimmten Medien, bei PEGIDA-Auftritten, bei Naziaufmärschen, die verwaltungsgerichtlich genehmigt werden und bei Auftritten der AFD im Bundestag, in Landes- und Kommunalparlamenten und beim Auftritt des Faschisten Höcke am 17.2.2020 bei Pegida in Dresden.

An diesem Klima des Hasses und der Gewalt trägt die AFD eine große Mitschuld.

Beim Rosenmontag in Düsseldorf wurden die Opfer und die Täter klar benannt:

„Rassismus! Aus Worten werden Taten!“

NSU-Morde, der Mord an Walter Lübcke, die Morde von Halle und nun die Morde von Hanau.

Auch weitere Motivwagen in Düsseldorf und Köln, sowie die Büttenrede in Mainz vom Obermessdiener Andreas Schmitt gegen die AFD bezogen deutlich Stellung gegen die rechten Brandstifter.

In einem Klima der Ausgrenzung, einem Klima der Abwertung anderer Menschen und einem Klima des Hasses reifen solche Täter, die zu Unrecht als Einzeltäter bezeichnet werden, die in einem Klima des Hasses die Schwelle zur Gewalt überschreiten und oft auch noch relativ einfach in den Besitz von Waffen kommen. Hier sind die offiziellen Kontrollen viel zu lasch und die Schützenvereine selbst müssen ihrer großen Verantwortung gerecht werden.

Täter mit extrem rechter Gesinnung sind Rechtsterroristen, egal ob als Einzeltäter oder als Teil einer Gruppe. Rechter und rassistischer Terror wurde viel zu lange verdeckt und verharmlost. Denken wir nur an den ehem. VS-Präsidenten Maaßen und seine vorgesetzten Minister De Meziere und Seehofer.

Wir erleben eine tiefe und zunehmende Spaltung der Gesellschaft, die unsere Solidarität untergraben will.

Dieser Entwicklung müssen wir gemeinsam unsere Botschaft der Toleranz und der Weltoffenheit entgegenstellen. Nicht der Hass darf siegen, NEIN, und nochmals NEIN, die Toleranz und die Vielfalt sind auf Dauer stärker, so wie es in der Mannheimer Erklärung als Ziele des Zusammenlebens formuliert ist.

Wir als VVN, alle zusammen sollten dafür sorgen, dass in unserem Land ein antifaschistisches politisches Klima entsteht, dass dem Hass und der Gewalt den Nährboden entzieht.

Deshalb rufen wir alle Bürgerinnen und Bürger auf, tretet dem Alltagsrassismus entschieden entgegen.

Fallt nicht auf die Hetze und den Hass der AFD herein.

Die Probleme in unserem Land können wir nur gemeinsam und solidarisch lösen, und dies ist unsere Alternative.

AFD-Fraktionsvors. Gauland spricht nach der Bürgerschaftswahl in Hamburg, kleinlaut davon dass die AFD stärker auf die Worte achten wolle und will uns damit Sand in die Augen streuen.

„Alle müssten verbal abrüsten!“

Davon hält sein Parteifreund Höcke allerdings nichts. Bei seinem Auftritt bei Pegida in Dresden hat er zum Umsturz in unserem Land aufgerufen, um die politischen Eliten zu stürzen. Die Gegner der AFD, also uns alle beschimpft er in Strauß-Manier als „hemmungslos irre, völlig verrückt und geistig gestört.“ Hier hat er doch wohl sich selbst karikiert als hemmungslos irre, völlig verrückt und geistig gestört.

Höcke spielt den angeschossenen Keiler, der nach dem geplatzten Coup der Ministerpräsidentenwahl in Thüringen, auf der wilden Sau Amok läuft. Diesem Faschisten müssen nicht nur die Beamtenrechte entzogen werden. Ihm sollte auch wegen permanenter Volksverhetzung der Prozess gemacht werden. Wir können gespannt sein auf den Ausgang des Ermittlungsverfahrens der Staatsanwaltschaft.

Die Gefahren für das Zusammenleben und das gute Miteinander in unserer Gesellschaft geht eindeutig von RECHTS aus.

Die Behauptung rechts und links sind gleich schlimm ist aktuell völlig unpassend. Wir sehen die Taten und die Gefahren von rechts, wir erleben die Geschichtsrevisionen was die Zerstörung der Weimarer Republik betrifft. Die Nazis haben mit Gewalt und Terror die Weimarer Republik zerstört. Sie haben Kriege gegen alle Nachbarn geführt, wollten die Weltherrschaft und hinterließen Millionen Tote und ein zerstörtes Europa.

Linke Politik heute ist der Kampf um soziale Gerechtigkeit, für bezahlbare Mieten, für Abrüstung und Sicherung zukunftsfähiger Arbeitsplätze und Einkommen die zum Leben reichen und im Alter absichern. Rechte Populisten und Nazis haben immer von Krisen profitiert, gelöst haben sie diese Probleme nicht. Deshalb fordern wir eine Politik die die großen und kleinen Probleme der Menschen löst. Dies ist ein wirksames Mittel gegen das Gift des Hasses und des Rassismus.

Die Gründungsväter und Gründungsmütter der VVN haben Widerstand gegen den Faschismus geleistet. Viele Widerstandskämpfer, wie die Mitglieder der Gruppe um Georg Lechleiter in Mannheim und der Rhein-Neckar-Region wurden von den Nazis 1942/43 brutal ermordet.

Ihr Vermächtnis tragen wir weiter, niemals zu vergessen, was der NS-Terror mit den jüdischen, den christlichen, den politischen und den behinderten Menschen gemacht hat. Faschismus an die Macht ist die brutalste Form der Herrschaft. Daran zu erinnern und den Opfern zu gedenken ist gerade heute, wo wir an die Opfer des heutigen rechten Terrors in Hanau u.a. gedenken, so enorm wichtig.

Und deshalb streiten wir für eine Zukunft ohne Faschismus und ohne Kriege. Antifaschismus ist und soll gemeinnützig bleiben.

Dies ist unsere Verantwortung gegenüber den nachfolgenden Generationen.

Antifaschismus muß gemeinnützig bleiben!

27. November 2019

Liebe Freunde und Unterstützer,

am 4. Nov.hat das Finanzamt für Körperschaften1 Berlin der VVN BdA die Gemeinnützigkeit rückwirkend entzogen. Damit verbunden sind vorerst Steuernachforderungen im fünfstelligen Bereich, die noch dieses Jahr fällig werden. Weitere erhebliche Nachforderungen sind zu erwarten, und für die Zukunft drohen wesentliche höhere steuerliche Belastungen.

Damit ist die VVN BdA in Ihrer Existenz bedroht!!!!!

Von Überlebenden der Konzentrationslagern und Gefängnissen 1947 gegründet ist die VVN BdA seit dem die größte überparteiliche und überkonfessionelle Organisation des Antifaschismus in Deutschland.

Sie vertritt die Interessen von Verfolgten und Widerstandskämpfern, sowie deren Nachkommen, tritt für Frieden und Völkerverständigung ein, und hat gegen gesellschaftliche Widerstände wesentlich dafür gesorgt, das die Verbrechen des NS Regimes nicht in Vergessenheit geraten sind. In Mannheim z.B. durch die antifaschistischen Stadtrundgänge und des alljährlichen Lechleitergedenkens am 15. September.

Wir fordern die Anerkennung der Gemeinnützigkeit für unsere Organisation.

Wir fordern die praktische Unterstützung von Gruppen und Organisationen, die die Grundwerte des Grundgesetzes gegen rassistischen nationalistische und neofaschistische Angriffe verteidigen.

Unterzeichnet die Online Petition: https://www.openpetition.de/petition/online/die-vvn-bda-muss-gemeinnuetzig-bleiben

Wendet euch an eure Bundestagsabgeordneten von Mannheim. Fordert Herstellung von Rechtsstaatlichkeit für Gemeinnützigkeit

Lars Castellucci SPD
Gökay Akbulut Linke
Nikolas Löbel CDU

Abgeordnetenhaus
Platz der Rebuplik 1
11011 Berlin

Werdet Mitglied der VVN-BdA

Gedenkfeier für die Lechleitergruppe am 15. September 2019

13. August 2019

Liebe Kameradinnen und Kameraden der VVN,
liebe Antifaschistinnen und Antifaschisten.

Wir laden euch alle sehr herzlich ein zur diesjährigen Gedenkfeier für die Mitglieder der Widerstandsgruppe um Georg Lechleiter.

Mitglieder der Gruppe fanden sich nach dem Überfall der deutschen Armee auf die Sowjetunion 1941 zusammen und gaben die Zeitung „Vorbote“ heraus um aus Sicht der Widerstandskämpfer über die tatsächliche Lage an der Ostfront und im eigenen Land zu informieren. Vor allem in den Mannheimer Großbetrieben wollte man gegen den Krieg und die NS-Herrschaft mobil machen und so zum Sturz Hitlers und für ein Ende des Krieges kämpfen.

Die Gruppe wurde an die Gestapo verraten und es kam zu etwa 60 Festnahmen. 19 Mitglieder wurden zum Tode verurteilt. 14 Mitglieder der Gruppe wurden am 15. September 1942 in Stuttgart in der Urbanstraße mit dem Fallbeil hingerichtet, 5 weitere Mitglieder am 22.Februar 1943, ebenfalls in Stuttgart. 3 Mitglieder der Gruppe wurden zu Tode gefoltert.

Andere Widerstandskämpfer wurden zu teilweise hohen Gefängnisstrafen verurteilt.

Vor dem OLG-Gebäude in Stuttgart wurden im Januar 2019 Stelen mit den Namen der Mannheimer und Heidelberger Widerstandskämpfer der Öffentlichkeit übergeben. Eine späte Ehrung, die nach jahrelangen Auseinandersetzungen endlich erfolgte.

Heute erinnern wir an die mutigen Widerstandskämpfer gegen den Faschismus. Wir gedenken ihrer Taten. Unser Gedenken schließt alle NS-Opfer mit ein.

Aktuell verurteilen wir jede Art von Gewalt gegen Menschen, und die beängstigende Zunahme rechtsextremer Taten. Wir verurteilen rassistische Hetze gegen Zuwanderer und die Anschläge auf Asylunterkünfte. Der Hetze gegen alles Fremde und der Abwertung anders Denkender, anders Lebender, anders Liebender, wie es die AFD betreibt, setzen wir unseren offenen und von Vielfalt geprägten Alltag entgegen.

Georg Lechleiter, Henriette Wagner und Rudolf Langendorf und deren Mitstreiter der Widerstandsgruppe bleiben unvergessen. Auch an die Spanienkämpfer aus Mannheim, wie Gustav Grywatsch und Erwin Strohmeier, die im Kampf gegen die Franco-Faschisten ermordet wurden, wollen wir erinnern. Ihr Kampf gegen den Faschismus und für die demokratischen Freiheitsrechte der Völker sind für uns heute Vorbild in unserem Streben nach einer demokratischen, friedlichen, gerechten und solidarischen Welt.

Zur Gedenkfeier treffen wir uns am:

Sonntag, dem 15. September 2019, 11.00 Uhr,

am Georg-Lechleiter-Platz, Mannheim, Schwetzinger Straße.

Begrüßung: Klaus Dollmann

Redebeitrag von:

Thomas Löffler, Industriepfarrer i.R. beim Kirchlichen Dienst der Arbeitswelt (KDA) Mannheim.

Anschließend erfolgen Grußworte vom Offenen Antifa Treffen (OAT) Mannheim

und vom DGB Kreisvorstand.

50. Todestag von Anette Langendorf

30. Juli 2019

Am gestrigen Sonntag legten Mitglieder der VVN-BdA Kreisvereinigung Mannheim Blumen auf dem Ehrengrab der VVN-Mitgründerin Anette Langendorf nieder. Der 50. Todestag war Anlass für uns VVNMitglieder über ihr Lebenswerk zu sprechen und sie für ihren Einsatz in der Friedrichsfelder und Mannheimer Kommunalpolitik, sowie im Badischen Landtag als Abgeordnete der KPD zu würdigen.

Anette Langendorf hat sich nach 1945 um die Sorgen und Nöte der NSVerfolgten und deren Angehörigen gekümmert, die damals bis zu 1.800 Menschen aus Mannheim betraf. Sie selbst war die Frau des hingerichteten Rudolf Langendorf von der Widerstandsgruppe um Georg Lechleiter und wurde ins KZ-Ravensbrück eingeliefert. Bei der Gründung der VVN Mannheim im Jahre 1947 wurde Jakob Baumann von der SPD zum Vorsitzenden und Anette Langendorf(KPD) zur Stellvertreterin gewählt.

Das Ehrengrab auf dem Friedrichsfelder Friedhof sollte vom Städtischen Friedhofsamt etwas mehr Pflege erfahren. Dies war unser Eindruck vor Ort. Zu den Lebensdaten von Anette Langendorf wollen sich die VVN Mitglieder noch etwas einfallen lassen, um Besucher des Friedhofs besser über das Leben von Anette Langendorf zu informieren.

Für uns ist Anette Langendorf durch ihr Engagement gegen das NSRegime Vorbild für unser Engagement gegen Rassismus und Faschismus.

Besuch der NS-Gedenkstätte in Neustadt/Weinstraße am 29. Juni 2019

27. Mai 2019

8. Mai Feier im Naturfreundehaus

29. März 2019

Download: 2019 Flyer VVN 8.Mai 2019 (PDF)

Vortrag: Europa und die Rechtsentwicklung

8. Januar 2019

Dr. Ulrich Schneider

Dr. Ulrich Schneider, Historiker aus Kassel, Generalsekretär der Internationalen Föderation der Widerstandskämpfer(FIR) und Bundessprecher der VVN-Bund der Antifaschist*innen spricht zu diesem spannenden und komplexen Thema am:

Do. 21. Februar 2019
18 Uhr
im Bürgerhaus Mannheim Neckarstadt-West
Lutherstr. 17

Seit Jahren sind die Rechtskräfte in Europa auf dem Vormarsch. Als Antifaschistinnen und Antifaschisten machen wir uns alle große Sorgen, wie diese Entwicklung weitergeht und ob die Spaltung Europas sich fortsetzt.

Wir schauen nach Polen und sehen die Politik der nationalistischen PIS-Regierung. Wir beobachten Ungarn, wo sich Orban mit der FIDESZ-Regierung nach außen abschottet und sich weigert Flüchtlinge aufzunehmen.

Wir sehen die Entwicklung in Österreich und in Italien, die sich massiv von Brüssel distanzieren und ihren eigenen nationalistischen Kurs verfolgen.

Auch der Brexit-Beschluss in Großbritannien spaltet nicht nur das eigene Land, er vertieft auch die europäische Spaltung.

Wir sehen aber auch die banken- und konzernfreundliche Politik der deutschen Regierung aus CDU/CSU und SPD.

In vielen europäischen Ländern haben sich rechtspopulistische und neofaschistische Kräfte formiert, die an die Macht streben. Auch bei uns hat die AfD zum Angriff auf das EU-Parlament geblasen.

Mit einem solidarischen und demokratischen Europa hat diese fremdenfeindliche und rassistische Politik nichts zu tun.

Europa hat aus unserer Sicht nur dann eine demokratische Perspektive, wenn es sich glaubwürdig gegen rechtspopulistische und extrem rechte Tendenzen und Bestreben zur Wehr setzt. Dies bedeutet, die neoliberalen EU-Verträge müssen überwunden und Europa muss neu begründet werden.

Wie die Gegenkräfte in einzelnen Ländern aufgestellt sind und wie diese außerparlamentarisch Einfluss nehmen können und bei der Europawahl am

26. Mai sich gegen rechts positionieren, dazu wird Dr. Ulrich Schneider als Kenner der politischen Verhältnisse in Europa viele wichtige Erkenntnisse vortragen können.

Im Anschluss an den Vortrag wird es die Möglichkeit zur Diskussion geben.

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