Stadtrundgang

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Antifaschistische Stadtrundgänge und Stadtrundfahrten in Mannheim

Wir wollen in der Tradition der antifaschistischen Stadtrundgänge der Menschen gedenken, die während des Nationalsozialismus zwischen 1933 und 1945 Opfer des Terrorregimes wurden, denen die Gesundheit, die Heimat und das Leben genommen wurde.

Wir wollen die Spuren der Täter der Nazi- Herrschaft aufzeigen und die Opfer aus der Anonymität holen.

Gemeinsam wollen wir die Plätze und Orte aufsuchen wo wir der unterschiedlichen Opfergruppen gedenken und uns ihr Schicksal in Erinnerung rufen: Dies sind die Frauen und Männer des antifaschistischen Widerstandes, die religiös und rassistisch Verfolgten, die Familien der jüdischen Bevölkerung und der Sinti und Roma, die wegen ihrer sexuellen Orientierung Verfolgten, die Kranken und Behinderten, und die als „moralisch schwachsinnig“ Gebrandmarkten. Wir sprechen darüber, welche Terror-Urteile das Erbgesundheitsgericht, das Sondergericht und der Volksgerichtshof in Mannheim gefällt haben.

Dabei wollen wir auch Beispiele nennen, wie Menschen sich dem Terrorsystem in den Weg stellten.

Wir machen auf das Projekt „Stolpersteine“ aufmerksam.

Wir besuchen die Orte:

  • Lechleiterplatz
  • Hauptbahnhof
  • Lauersche Gärten
  • Polizeipräsidium
  • Arbeitsagentur
  • Finanzamt
  • Schloss
  • Jesuitenkirche und Schillerplatz
  • Rathaus
  • Paradeplatz

Warum wurde der KPD-Landtagsabgeordnete Georg Lechleiter und weitere 23 Mitglieder seiner Widerstandsgruppe hingerichtet?

Warum wurde für Amira Gezow ein Stolperstein in F2 verlegt?

Wer kennt die Verfolgungsgeschichte der Sintezza Hildegard Lagrenne und Ihre Rolle im Nachkriegs-Mannheim?

Warum wurde Adolf Doland und zwei weitere Männer am 28. März 1945 in den Lauerschen Gärten erschossen?

Wie wurde der Jesuitenpater Alfred Delp zum Nazigegner und wo wird in Mannheim an Pauline Maier erinnert?

Was taten die Nazigrößen aus Mannheim, wie Otto Wetzel, Albert Speer, Rudolf Höß, Reinhold Roth, Carl Renninger oder August Hirt, und was passierte mit ihnen nach 1945?

Was symbolisiert der große Glaskubus mit über 2.000 Namen vor P2 und worauf weist das Straßenschild „Gurs 1170 km“ vor dem Hauptbahnhof hin?


Dauer

der Rundgänge/-fahrten ca. 2 Stunden.

Für Schulklassen oder Gruppen

sind auch spezielle Führungen möglich.

Anmeldungen über:

  • VVN-BdA Mannheim
    (E. Kammigan-Bentzinger)
    mannheim (at) vvn-bda.de
  • AK Justiz Mannheim
    info (at) akjustiz-mannheim.de
  • DGB Region Nordbaden
    Tel.: 0621 – 15 04 70 13

Wir verweisen auf weitere antifaschistische Rundgänge:
u.a. in Mannheim-Schönau/Nord-Ost, wo viele Straßen nach den Mitgliedern der Widerstandsgruppe um Georg Lechleiter benannt wurden. Interessenten wenden sich an die VVN-BdA Mannheim.

Führungen in der KZ-Gedenkstätte Mannheim-Sandhofen
Anmeldung an hans-joachim.hirsch (at) mannheim.de
oder den Stadtjugendring Mannheim e.V.: sjr-mannheim (at) t-online.de
(Themen u.a. Zwangsarbeit in Mannheimer Betrieben, KZ-System)

Führungen zu Verfolgung und Vorurteil; Ausstellung „Typisch Zigeuner“
im Kulturhaus RomnoKher B7,16.
Anmeldungen an: egon.schweiger (at) sinti-roma-bawue.de

Kosten:
Die Führungen sind ehrenamtlich und in der Regel kostenlos. Um Spenden wird gebeten.

Die Initiatoren des Projektes Stadtrundgänge/-fahrten sind:

  • VVN-Bund der Antifaschisten, Kreisvereinigung Mannheim
  • Arbeitskreis Justiz Mannheim
  • DGB Region Nordbaden

Unterstützt wird dieses Projekt durch:

  • Stadtjugendring Mannheim e.V.
  • Verein KZ-Gedenkstätte Mannheim-Sandhofen
  • Arbeitskreis Antifaschismus im Jugendzentrum „Friedrich-Dürr“